A DEO CORONATUS – Mittelalterliche liturgische Gesänge der Aachener Krönungs- und Wallfahrtskirche


A DEO CORONATUS – Mittelalterliche liturgische Gesänge der Aachener Krönungs- und Wallfahrtskirche

Artikel-Nr.: EDSISACD20161
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1 CD (DDD 2016): »A DEO CORONATUS – Mittelalterliche liturgische Gesänge der Aachener Krönungs- und Wallfahrtskirche« – Gregorianische Gesänge aus der Krönungsliturgie der deutschen Könige, Kaiserlaudes »Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat«, Gesänge vom Fest der hl. Lanze, Gesänge zur Heiligtumsfahrt, Wallfahrergruß an das Gnadenbild »Ave Maria Kaiserin«  | Ausführende: SCHOLA CAROLINA Aachen, Leitung und Orgel: Dr.  Michael  Tunger, Aachen | 16-seitiges Booklet mit Text, Übersetzung und vielen Informationen | Edition SINFONIA SACRA e.V. – Aachen – EDSISACD20161 – Gesamtspieldauer: 78 Min., € 12,- (+ Versand).
 

A Deo coronatus – Von Gott gekrönt – Der Aachener Dom als Krönungskirche der deutschen Könige. Fast 600 Jahre war Aachen die Krönungsstätte der deutschen Könige. Im Aachener Dom, der Pfalzkapelle Karls des Großen, wurden von 936 bis 1531 dreißig deutsche Könige und zwölf Königinnen gekrönt. Die Inbesitznahme des Thrones Karls des Großen legitimierte die Herrschaft des neuen Königs. Das Titelbild der CD zeigt den von Gottes Hand gekrönten Otto III. An der Reichskrone (2. Hälfte 10. Jh.), die zu den Reichskleinodien zählt, findet sich auf der Emailplatte mit Darstellung des thronenden Christus der Spruch aus dem Alten Testament: »Per me reges regnant« – »Durch mich regieren die Könige« (Spr 8, 15).
 
Die Kaiserlaudes – Laudes regiae »Christus vincit« entstanden in der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts im Frankenreich. Von ihnen gab es verschiedene Varianten. Sie gehörten jedoch nicht zu den »Ordines« der Königskrönungen, sondern waren verbunden mit der Anwesenheit eines vom Papst zum römischen Kaiser gekrönten deutschen Königs in anderen liturgischen Feiern. Auch in ihnen manifestiert sich die transzendente Verbindung zwischen der Herrschaft Christi und der des christlichen Regenten.
 
Das »Fest der heiligen Lanze und der Nägel vom Kreuz des Herrn«, früher besonders in Aachen, Nürnberg und Prag begangen, wird heute nur noch in Bamberg gefeiert. Die hl. Lanze, Passionsreliquie und Reichsinsignie, gehört zu den Reichskleinodien der deutschen Könige und der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und wird im Reichskreuz aufbewahrt. Auf Bitte Kaiser Karls IV. wurde das »Fest der heiligen Lanze und der Nägel vom Kreuz des Herrn« durch Papst Innozenz VI. 1354 in Deutschland und Böhmen eingeführt und am Freitag nach der Osteroktav gefeiert, besonders in Aachen und Nürnberg. Später entwickelte sich aus diesem Fest die Herz Jesu-Verehrung.
 
Die Aachener Heiligtumsfahrt zieht seit dem 14. Jahrhundert unzählige Pilger an, die in Aachen vor allem die von Karl dem Großen gesammelten textilen Reliquien – Kleid Mariens, Windeln Jesu, Enthauptungstuch Johannes des Täufers und Lendentuch Christi – aufsuchen, welche mit der Menschwerdung Gottes in der Person Jesu Christi und seiner Passion in engstem Zusammenhang stehen. Der Wallfahrergruß an das Aachener Gnadenbild, das in Aachen beliebte Marienlied »Ave Maria Kaiserin«, geht auf ein aus dem 15. Jahrhundert stammendes Pilgerlied zurück, dessen Text noch heute an einem alten Wachtturm des Aachener Landgrabens zu lesen ist, an dem die Wallfahrer zu den altehrwürdigen Aachener Heiligtümern vorbeigezogen sind.
 
Die CD präsentiert die liturgischen Gesänge dieser Feiern nach mittelalterlichen Handschriften des Aachener Domarchivs.

Ausführliche Informationen unter www.schola-carolina.de
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